Vor Ort
In Gathiga:
Inmitten von Bananen- und Kaffeeplantagen und staubigen roten Sandwegen liegt das Hope Home im Herzen von Gathiga, ca. 15 km nördlich von Nairobi. Im Ort befinden sich neben Schulen auch einige kleine Geschäfte. Die Nachbarorte Wangige und Kikuyu sind mit geteerten Schnellstraßen direkt an Nairobi angeschlossen und befinden sich ca. 15 Autominuten von Gathiga entfernt.Das Children’s Hope Home besteht aktuell aus drei Schlafräumen, einem Gemeinschaftsraum, einer Kochhütte, zwei Toilettenhäuschen, einem kleinen Büro und einem Hühnerstall. Auf dem Gelände befindet sich zudem ein Brunnen für die Trinkwasserversorgung, ein Lagerraum für Lebensmittel – meistens leer – und eine kleine Stallung für die Kühe und Schweine. Seit Herbst 2009 sind alle Gebäude mit Wegen aus Steinplatten verbunden und rahmen so den Kern des Grundstücks ein.
Die Kinder im Hope Home spielen sehr gerne mit selbstgebastelten garis – aus leeren Behältern gebastelte Autos, mit selbst geflochtenen Fußbällen oder gutha, ein Geschicklichkeitsspiel mit Steinen. Viele der Kinder sprechen gutes Englisch, natürlich Suaheli oder eine der vielen lokalen Sprachen.
Aufgrund der verhältnismäßig hohen Schulkosten, besuchen derzeit nur wenige Kinder die Schule, die sich in Kenia je nach Alter in Pre-, Primary- und Secondary School gliedert. Fast alle Kinder möchten nach der Schule ein Studium beginnen und sind unbeschreiblich engagiert und lernbereit. In Kenia ist es Pflicht in der Schule eine Uniform zu tragen, die neben Schulgebühren und Lernmaterialien bezahlt werden muss.
Neben den derzeit über einhundert Kindern leben noch zwei Erzieherinnen und ein Hund im Heim. Darüber hinaus arbeiten James, unser Wachmann, Duncan, Lucy‘s Ehemann, sowie zwei Lehrerinnen für das Hope Home. Außerdem triffst Du hier häufig auf Chamäleons.
In Kihara:
Einen etwa einstündigen Fußmarsch entfernt liegt das Ebenezer Home im benachbarten Kihara. Hier leben rund 50 vom HI-Virus betroffene Kinder im Alter von 2 bis 20 Jahren. Die Kinder sind in besonderer Weise benachteiligt und teils schwer gezeichnet. Einzig eine Pflegerin betreut, trotz eigener Familie, die Kinder. Sie ist sehr liebenswert und verrichtet ihre Arbeit mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Auch die Kinder haben sie sehr gerne und fühlen sich bei Ihr sehr wohl. Ihre medizinischen und pflegerischen Kenntnisse sind eine große Hilfe. Dennoch ist ihr anzusehen, dass sie überfordert ist. Zu den alltäglichen Arbeiten fallen noch ärztliche Besuche und die gesundheitliche Versorgung der Kinder an. So ist es wichtig, das Gewicht der Kinder regelmäßig zu kontrollieren um eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands frühzeitig zu erkennen.Das Ebenezer Home befindet sich derzeit noch auf einem angemieteten Grundstück mit nur unzureichender Ausstattung. Aber gerade die sanitären Einrichtungen und die generelle Grundausstattung müssen in diesem Fall bestimmte Standards erfüllen und den besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen genügen.






